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Gesundheitsreform:
Ausschreibungen in der Hilfsmittelversorgung

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Die Krankenkassen haben – seit der Gesundheitsreform im Jahr 2007 und der Verabschiedung des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) – die Möglichkeit über Ausschreibungen die Hilfsmit-telversorgung für einzelne Bereiche zu vergeben. Die vorgesehenen Regelungen sollen den Wettbewerb stärken. Ausschreibungen orientieren sich maßgeblich am niedrigsten Preis, der Qualitätsaspekt findet
nur wenig Berücksichtigung. „Gewinner“ ist der billigste Anbieter und nur dieser darf liefern. Die Folge ist, dass nur noch sehr günstige Angebote konkurrenzfähig sind und die Qualität der Versorgung mutmaßlich schlechter wird.


Betroffen sind vor allem die auf Hilfsmittel angewiesenen Patienten. Für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel
wie Inkontinenz- und Stoma-Versorgungen standen die Ausschreibungsverfahren von Anfang an hart in der Kritik. Momentan wird der Bereich  Stoma-Versorgung für die Versicherten der KKH ausgeschrieben.

Bei einer Ausschreibung haben nur noch wenige „Losgewinner“ die Berechtigung, die Versicherten der aus- schreibenden Kasse zu versorgen. Das Patientenwahlrecht wird dabei in großen Teilen ausgehebelt. Für den Patienten, dessen Leistungserbringer von dieser Regelung betroffen ist, bedeutet dies: Er kann nicht mehr durch den Leistungserbringer versorgt werden, von dessen Qualität und Kompetenz er überzeugt ist und zu dem er Vertrauen hat.

Sabine Steinhauer sagt dazu: „In einigen Häusern haben unsere Patienten, die neben einer Stomaversorgung zusätzlich auf Hilfsmittel zur Harnableitung angewiesen sind, einen neuen Versorger von ihrer Krankenkasse gestellt bekommen. Die Patienten vertrauen dem neuen Versorger aber nicht und der kennt die Bedürfnisse un- serer Patienten nicht. Eine Versorgung aus einer Hand ist so nicht mehr gewährleistet.“

Patienten leiden häufig unter verschiedenen Erkrankungen und sind  auf unterschiedliche Hilfsmittel ange- wiesen. Welche Hilfsmittel ein Patient benötigt, entscheidet in der Regel der Arzt. Doch um sie richtig anzu- wenden, ist eine intensive Einführung notwendig. Diese übernehmen beispielsweise wir von  AKP PLUS
als Homecareanbieter. Unser speziell ausgebildetes Personal hält engen Kontakt zu Ärzten, Patienten und Angehörigen und berät bei der Anwendung der hoch spezialisierten Produkte und Dienstleistungen.

„Diese Dienstleistungen sind für uns in der Regel sehr aufwendig, wenn man sie qualitativ vernünftig machen will.“, sagt Frank Scheipers. „Wir beraten, kontrollieren und dokumentieren, dürfen aber durch die Ausschrei-bungen einige Produkte nicht mehr liefern. Dies führt oft zu Unverständnis.“

Momentan betrifft das vor allem Produkte der ableitenden Inkontinenz, z. B. die Versorgung mit Urinalkondomen oder Produkten für die ISK (Intermittierende-Selbst-Katheterisierung). Laut dem Informationsportal „Stoma-Welt.de“ bekamen das aber auch schon Betroffene zu spüren, die auf aufsaugende Inkontinenzhilfsmittel wie Windeln angewiesen sind. Sie wurden plötzlich nicht mehr mit dem gewohnten Produkt zuverlässig beliefert, sondern mit qualitativ deutlich schlechteren Inkontinenzversorgungen, sie kämpften mit überlangen Lieferzeiten und unerreichbaren Kunden-Hotlines. Ebenfalls davon betroffen könnten auch Stomaträger sein, denn Nacht-beutel für die Ableitung beim Urostoma fallen ebenfalls in die Ausschreibungen.

Ob die gewohnten Produkte durch die Ausschreibungen geliefert werden ist ebenfalls unsicher. Wie die Erfahrung zeigt ist es durchaus möglich, dass der neue Versorger zunächst eine preisgünstige Standard-Versorgung liefert. Passt diese aber nicht zur individuellen Situation des Betroffenen, entstehen schnell Komplikationen, deren Behandlung wieder um Kosten verursachen.

Die schlechte Nachricht ist, dass man als Betroffener nicht so einfach aus dieser Nummer herauskommt. Hat sich die eigene Krankenkasse über eine Ausschreibung an einen neuen Versorger gebunden, darf dieser die Versicherten exklusiv beliefern. Wer auf eine „höherwertige“ Versorgung besteht muss aus der eigenen Tasche drauf zahlen.

Bei einigen Ausschreibungen werden Angebote über Versorgungspauschalen abgegeben, welche sich letztlich für den Gewinner der Ausschreibung kaum mehr rentieren. Darüber hinaus können Pauschalen die individuellen Versorgungsbedarfe der Versicherten nicht immer berücksichtigen. Versorgungsbesonderheiten und Mehrbe- darfe durch z. B. Wundereignisse im Stomabereich, die zur schnelleren Ablösung der Stomaplatte führen, wer- den gar nicht berücksichtigt.

Frank Scheipers betont: „Wir finanzieren die Dienstleistungen für unsere Patienten durch die Produkte. Als Unternehmen müssen wir entsprechend wirtschaftlich denken. Schwierigkeiten bei den Abrechnungen, sin- kende Versorgungspauschalen, Ausschreibungen und Open-House-Verträge machen uns das Leben oft schwer. Wir wollen einen Wettbewerb, aber nicht nur billig, sondern um die bestmögliche Versorgung für den Patienten – qualitativ und zugleich wirtschaftlich.“


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