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Schmerztherapie
Schmerztheraphi

Allgemeines

Schmerzen sind ein subjektives Sinnes- und Gefühlserlebnis, das zumeist mit akuter oder potentieller Gewebsschädigung einhergeht. Auch für den Fall, das ein über Schmerzen klagender Mensch keine nachweisliche Gewebsschädigung aufweist, hat der Betreffende Schmerzen! In den nachfolgenden Abschnitten setzen wir den Schwerpunkt auf die Information über die medikamentöse Schmerzbehandlung. Neben der medikamentösen gibt es noch viele weitere Therapieverfahren, die individuell auf den Patienten abgestimmt werden müssen (z.B. Psychologische-, physikalische Verfahren, Akkupunktur,…)

Schmerztypen

Für die Bestimmung der Therapie ist der vorhandene Schmerztyp von großer Bedeutung. Da eine ausführliche Beschreibung aller Einzelheiten den Rahmen dieser Website überschreiten würde, geben wir Ihnen hier einen groben Überblick über die Schmerztypen.

1. Unterteilung: Akutschmerz/ chronischer Schmerz  

  • Der Akutschmerz folgt auf ein Ereignis und ist von kurzer Dauer. Der Akutschmerz hat den Nutzen, das wir auf einen schädigenden Einfluss adäquat reagieren können (z.B. Hand wegziehen bei starker Hitze)

  • Der chronische Schmerz hat keinen Nutzen mehr, sondern ist vielmehr vom Symptom zur eigenständigen Krankheit geworden. Unbehandelt führt er zu Leistungseinschränkungen, bis hin zu Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen

 2. Unterteilung: Nozizeptiver/ Neurogener Schmerz

  • Der nozizeptive Schmerz (Nozizeptoren= Schmerzrezeptoren) entsteht durch die Reizung spezieller Schmerzrezeptoren, die z.B. in der Haut, in Organen u.s.w. vorkommen. Der nozizeptive Schmerz ist durch Medikamente meistens gut zu beeinflussen.

  • Der neurogene Schmerz entsteht durch eine direkte Gewebsschädigung eines Nerves oder von Strukturen des zentralen Nervensystems. Dieser Schmerztyp ist durch Medikamente nur bedingt beeinflussbar.

Schmerzerfassung

Da der Schmerz eine subjektive Empfindung ist und kaum an objektiven Gesichtspunkten gemessen werden kann, versucht man die Schmerzintensität anhand von Schmerzskalen zu objektivieren. So kann man z.B. feststellen ob der Schmerz zu bestimmten Uhrzeiten oder bei bestimmten Tätigkeiten stärker oder schwächer ist. Um diese Objektivität zu erreichen sollte die Schmerzskala vom Patienten mehrmals täglich (am Anfang einer Schmerzeinstellung sogar stündlich) genutzt werden. Durch die Zahleneinteilungen ist die Schmerzintensität sehr gut vergleichbar. Beispiele für Schmerzskalen :  

VAS: Visuelle Analog Skala (0-10)

tabelle

NRS: Numerische Rating Skala

tabelle

VRS: Verbale Rating Skala  

tabelle

WHO-Stufenschema

Das WHO (Weltgesundheitsorganisation) Stufenschema zur medikamentösen Schmerztherapie, soll einen Behandlungsleitfaden darstellen.

Tabelle

Zur medikamentösen Behandlung von Schmerzen stehen Opiate und Nicht- Opiate zur Verfügung. Medikamente dieser Gruppen können einzeln oder auch kombiniert verabreicht werden.

ECPA-Schmerzskala

Die ECPA-Schmerzskala ist ein geeignetes Instrument zum Erfassen von Schmerzen bei dementen Menschen und steht hier zum Download bereit.

ECPA

Prinzipien der medikamentösen Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen

Um eine gute Schmerzkontrolle bei chronischen Schmerzen erzielen zu können sollten folgende Sachverhalte berücksichtigt werden:

  • Verabreichung erfolgt regelmäßig („By the clock“) zu festgelegten Zeiten. Die Abstände richten sich nach den pharmakologischen Eigenschaften des gewählten Medikaments (Wirkungsdauer, Stoffwechsel, Ausscheidung). Die Verabreichung „Bei Bedarf“ ist bei chronischen Schmerzen falsch und führt in der Regel zu einer schlechteren Schmerzkontrolle und vermehrt unerwünschten Wirkungen.

  • Die Dosierung erfolgt individuell. Es gibt bei Opiaten keine Standarddosierung! Die für den einzelnen Patienten richtige Dosierung ist abhängig von der   Intensität seiner Schmerzen und von der von Ihm gewünschten Schmerzkontrolle. Auch Alter, Körpergewicht und Begleiterkrankungen sind bei der Dosierung zu berücksichtigen.

  • Für sog. Schmerzdurchbrüche ist eine Schmerzmittelreserve vorzusehen und festzulegen.

  • Zu erwartende Nebenwirkungen müssen vor Behandlungsbeginn mit dem Patienten besprochen werden. Die bei Opiaten immer auftretende Obstipation muss prophylaktisch behandelt werden.

  • Die Schmerztherapie soll möglichst einfach gestaltet werden. Kombinationen aus mehr als zwei Analgetika und mehreren Applikationsformen sind meist unnötig. Sie führen zu vermehrten Nebenwirkungen und erschweren die Kooperation des Patienten. [1]

[1] A. Margulies et al. Onkologische Krankenpflege Springer Verlag 2002    

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