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Stomaversorgung
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Allgemeines  

Der Begriff Stoma oder Stomie (griechisch: Mund/ Öffnung) bezeichnet eine offene Verbindung zwischen der äußeren Haut und einem inneren Hohlorgan. Diese durch eine Operation angelegte Öffnung, dient je nach Hohlorgan dazu Stuhl (Enterostomata) oder Urin (Urostomata) abzuleiten, Nahrung zuzuführen (Gastrostomata) oder Atmung zu ermöglichen (Tracheostomata).

Nachfolgende Informationen beziehen sich auf die Enterostomata (künstl. Darmausgänge).  

Der Verdauungstrakt beginnt mit dem Mund, es folgen Speiseröhre, Magen, Dünndarm und Dickdarm.

Im Mund wird die Nahrung zerkleinert, hier finden die ersten Verdauungsvorgänge statt. Durch die Speiseröhre gelangt die Nahrung in den Magen, wo weitere Verdauungsvorgänge stattfinden. Galle und Bauchspeicheldrüse produzieren Verdauungssäfte, die im Dünndarm die Nahrung in weitere Bestandteile aufspalten. Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße werden vom Darm aufgenommen.

Auf dem Weg zum Mastdarm/Enddarm entzieht dann der Dickdarm den Nahrungsresten mehr und mehr das Wasser. Der Stuhl wird eingedickt und geformt.

Den Zeitpunkt der Ausscheidung können wir mit Hilfe des Schließmuskels weitgehend selbst bestimmen. Die Konsistenz des Stuhls hängt im Wesentlichen von unseren Ess- und Trinkgewohnheiten ab.

Bei einem Stoma (künstlicher Darmausgang) hängt die Stuhlkonsistenz davon ab, wo das Stoma gelegt wurde (Dünndarm-Ileostoma oder Dickdarm-Colostoma). Der Dünndarm scheidet breiig und flüssig aus. Der Dickdarm scheidet meist geformt aus.

DIckdarm

Der menschliche Dickdarm:

1. Aufsteigender Dickdarm (Colon ascendens)
2. Querverlaufender Grimmdarm (Colon transversum)   
3. Absteigender Dickdarm (Colon descendens)
4. Sigma (Colon sigmoideum) 
5. Mast- oder Enddarm (Rektum) und Anus                                                                                                                           

Magen-Darm

Übersicht über den menschlichen
Magen-Darm-Kanal:

1.Speiseröhre
2.Magen
3.Zwölffingerdarm
4.Dünndarm
5.Blinddarm
6.Appendix (Wurmfortsatz)
7.Dickdarm
8.Mastdarm
9.Anusage und Versorgung eines Stomas

Vor der operativen Anlage eines Stomas, sollte eine detailierte Aufklärung des Patienten stattfinden über:

  • Die operative Durchführung
  • Wahl und Markierung der betreffenden Stelle
  • Versorgungsmaterialien/ Versorgungsdurchführung
  • Leben mit dem Stoma
  • Selbsthilfegruppen (z.B. ILCO)

In der ersten Phase nach der Operation, sollten in der Klinik folgende Informationen an Sie weitergegeben werden:

  • Unterweisung / Anleitung zur Stomaversorgung (Patient und evtl. Angehörige)
  • Ernährung, Beruf, Freizeit, Sexualität,…
  • Hautpflege des Stomas
  • Handhabung und Auswahl von Versorgungsartikeln

In der nachfolgenden ambulanten Phase sollte ebenfalls ein fachkundiger „Begleiter“ (Stomatherapeut) zur Verfügung stehen, der z.B.  unterstützt bei:

  • Neuanpassung der Versorgung
  • Kontrolle des Stomas
  • Alltagsfragen/ Problemen
  • Komplikationen

Stomaversorgungssysteme

Stomaversorgungssysteme sollen dem Betroffenen möglichst viel Sicherheit bieten, um ein möglichst uneingeschränktes Leben zu gewährleisten.

Zu diesem Zweck sollte die Versorgung folgende Kriterien erfüllen:

  • Gute Haftung (Versorgung darf sich auch im gefüllten Zustand nicht lösen)
  • Geruchsdicht
  • Hautverträglich und angenehm zu tragen
  • Einfache Handhabung
  • Individuell angepasst

Man kann die Versorgungssysteme grob in Einteilige- und Zweiteilige Versorgungssysteme einteilen.

  • Einteilige Versorgungssysteme bestehen aus dem Beutel (offen oder geschlossen), der fest mit der Basisplatte verbunden ist. Bei dem Einteiligen System wird also bei jedem Wechsel das komplette Versorgungssystem gewechselt.
  • Zweiteilige Versorgungssysteme bestehen aus einer Basisplatte, auf die ein Beutel aufgesetzt wird. Bei einem Wechsel kann die Basisplatte auf der Haut verbleiben und nur der eigentliche Beutel wird gewechselt. Die Basisplatte kann je nach System 2-3 Tage auf der Haut verbleiben.
  • Das Angebot an Versorgungssystemen und Hilfen für fast jede erdenkliche Versorgung ist groß. Die Versorgungsart hängt von den Vorlieben und der Situation des Betroffenen ab. Es ist in jedem Fall sinnvoll sich von einem Fachmann beraten zu lassen und verschiedene Systeme auszuprobieren. 

 

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