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Wundversorgung

Allgemeines:

Eine Wunde ( lat“Vulnus“,  griech.“Trauma) ist die Trennung des Gewebszusammenhangs an äußeren oder inneren Körperoberflächen mit oder ohne Gewebsverlust. Ursachen können mechanische, thermische, chemische und strahlenbedingte Einwirkungen sein. Zu diesen äußeren Faktoren kommen noch die Geschwürwunden.

Wundheilung:

Die Wundheilung ist ein natürlicher biologischer Prozess und beginnt  schon kurz nach dem Ereignis.

Der Wundheilungsprozess verläuft normal in drei Phasen.

1. Exsudative Phase (Blutstillung und Wundreinigung):

Die Phase beginnt  unmittelbar nach der Wundentstehung mit der Blutstillung. Dann erfolgt eine Wundreinigung durch vermehrten Austritt von Blutplasma in das Wundgewebe.  Hier wandern Granulozyten und Makrophagen (Weiße Blutkörperchen) in die Wunde und beginnen mit der Beseitigung von störenden Keimen und Zelltrümmern.

2. Granulationsphase (Proliferationsphase):

Beginnt ca. nach einem Tag und kann bis zu 14 Tage dauern. Hier werden Blutgefäße und Granulationsgewebe neu gebildet.

3. Epithelisierunsphase (Regenerationsphase):

In dieser Phase entsteht neues Bindegewebe.

Einflussfaktoren der Wundheilung :

Alter des Betroffenen:
Wunden heilen mit zunehmendem Alter der betreffenden Person immer langsamer. Diese Erkenntnis wird auf die allgemein reduzierte Zellaktivität und Teilungsrate zurückgeführt. Wundheilungsstörungen können jedoch nicht direkt auf diesen Faktor zurückgeführt werden. Hier spielen eher andere Faktoren des Alters wie Mangelernährung, schlechtem Immunstatus oder Krankheiten wie der Diabetes Typ 2 eine Rolle.

Ernährungszustand:
Ohne eine ausreichende Zufuhr, vor allem an Proteinen (Eiweißen), Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, kann keine Wundheilung erfolgen. Ohne Proteine kann kein neues Gewebe gebildet werden, ohne Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente können verschiedene Stoffwechsel- und Immunprozesse nicht starten.

Lokale Einflüsse
Zu den lokalen Einflüssen zählen z.B.

  • Druck und mechanische Belastungen im Wundgebiet
  • Lokalisation des Wundgebietes (z.B. erhöhte Infektionsgefahr im Gesäßbereich)
  • Wundzustand (Zustand der Wundränder, Zustand des Wundgrundes z.B. Nekrosen, Beläge, Infektion)
  • Alter der Wunde

Medikamente
Verschiedene Medikamente wie z.B. Zytostatika (Chemotherapien), Cortisonpräparate oder Gerinnungshemmer können die Wundheilung massiv beeinflussen.

Psychosoziale Situation
Die Bereitschaft zur Mitarbeit des Betroffenen ist ein wesentlicher Faktor des Wundheilungsprozesses, vor allem chronischer Wunden. Psychische Erkrankungen, Demenz, Alkohol- und Drogenmissbrauch können die Wundbehandlung sehr erschweren.

Grunderkrankungen
Problematisch in Bezug auf die Wundheilung sind oft Grunderkrankungen mit Auswirkungen auf den Immunstatus (z.B. bei einigen Tumorerkrankungen, Autoimmunerkrankungen). Des weiteren sind Stoffwechselerkrankungen wie z.B. der Diabetes mellitus und Gefäßerkrankungen wie z.B. pAVK selbst Auslöser für chronische Wunden.

Immunstatus

Beispiele für chronische Wunden:
Die nachfolgenden Beispiele sind einzeln gesehen sehr große Themenkomplexe, die hier nur kurz und vereinfacht dargestellt werden können. Für weitere Informationen nutzen Sie bitte die Community!

Dekubitalulcera:
Bezeichnen einen Bereich lokalisierter Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes. Die Faktoren für die Entstehung eines Dekubitus sind Druck und die Zeit in der der Druck wirken kann. Beispiel: Ein immobiler Mensch liegt auf dem Rücken im Bett. Das Gewicht seines Körpers drückt auf die Matratze. Der auf die Haut wirkende Druck wird jedoch erst nach einer gewissen Zeit zum Problem, da der anhaltende Druck die Blut- und Nährstoffversorgung der Haut beeinträchtigt.

Der Dekubitus wird nach 4 Schädigungsgraden unterschieden.

Grad 1: nicht wegdrückbare, umschriebene Hautrötung bei intakter Haut

Grad 2: Teilverlust der Haut, der Druckschaden ist oberflächlich und kann sich klinisch als Blase, Hautabschürfung oder flaches Geschwür darstellen.

Grad 3:Verlust aller Haftschichten einschließlich Schädigung oder Nekrose des subkutanen Gewebes, die bis auf, aber nicht unter, die darunterliegende Faszie reichen kann. Der Dekubitus zeigt sich klinisch als tiefes Geschwür.

Grad 4 : Verlust aller Hautschichten mit ausgedehnter Zerstörung , Gewebsnekrosen oder Schädigung von Muskeln, Knochen oder stützenden Strukturen wie Sehnen oder Gelenkkapseln, mit oder ohne Verlust aller Hautschichten.

Diabetisches Fußsyndrom:
Entsteht aus dem Diabetes mellitus. Am häufigsten kommt es beim Typ 2 Diabetes(Alterszucker) vor. Ursache sind Wunden am Unterschenkel oder Fuß die nicht innerhalb weniger Tage (1-3 Wochen)heilen. Häufige Ursachen sind Durchblutungsstörungen und vermindertes Schmerzempfinden an den Unterschenkeln (beides ausgelöst durch den Diabetes).

Anzeichen:
Nervenschäden: Taubheitsgefühl, Brennen, Kribbeln in den Zehen, das Gefühl auf Watte zu laufen, das Gefühl kalte Füße zu haben obwohl diese warm sind Gelenkschwellung, starke Verhornung, Nagelpilz, Durchblutungsstörungen: Kalte Füße, dünne pergamentartige Haut, Wadenschmerzen.

Bereits bei kleinsten Anzeichen einer Veränderung oder Schädigung sollte der Diabetiker den Arzt aufsuchen, um so einen größeren Schaden zu vermeiden. Auf Diabetikerschulungen und in speziellen Fußambulanzen können Sie lernen worauf geachtet werden muss.

Die tägliche Kontrolle der Füße auf Läsionen oder Veränderungen ist ein Muss für jeden Diabetiker.

Ulcus cruris venosum:
Am Anfang eines Ulcus cruris venosum steht eine Venenschwäche. Es wird geschätzt, dass ca. 2 Millionen Bundesbürger unter einem venösen Unterschenkelgeschwür leiden. Es kommt zu einem Rückstau in den Beinvenen. Die Folgen sind Krampfadern, Venenentzündungen und Thrombosen. Der auftretende venöse Druck kann langsam die Kapillaren zerstören. Das Gewebe wird nicht ausreichend mit  Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Bedingt durch diese Stoffwechselstörung stirbt das unterversorgte Gewebe ab. Die Folge sind Unterschenkelgeschwüre.

 

 

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